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Der Geschichtenwettbewerb

Es fand ein Geschichtenwettbewerb vom Frauenmuseum für alle 4. Klassen in Bonn statt. Die Mutter von Valentin erzählte uns, welche sieben Worte in der Geschichte vorkommen sollten. Am Freitag danach war dann der große Tag: Die Mütter von Pedram, Valentin und Layla kamen zu uns in die Klasse und lasen uns die Geschichten vor. Wir machten eine anonyme Wahl, um abzustimmen, welche Geschichte eingereicht werden sollte. Diese Geschichte hat in unserer Klasse gewonnen:

Folge mir, dem Stern

Katharina ist ganz aufgeregt. Sie darf das erste Mal bei ihrer Freundin übernachten. Nur noch wenige Stunden, dann ist es so weit. Die Zeit vergeht langsam. Als es nur noch wenige Minuten sind, kann Katharina es kaum noch abwarten. Sie zieht sich die Jacke an und läuft rüber zu Annikas Haus. Als sie klingelt, bemerkt sie ein dunkles Haus. Aus ihm strahlt kein einziger Lichtstrahl. Erst jetzt merkt Katharina, dass Annika die Tür aufmacht. Annika ruft vor Freude: „Da bist du ja endlich. Komm wir gehen gemeinsam in mein Zimmer“. Als sie in Annikas Zimmer sind, legt Katharina ihren Schlafsack neben das Bett von Annika. Katharina fragt: „Was ist das eigentlich für ein schreckliches Haus neben euch.“ „Weiß ich nicht!“ „Seit Jahren habe ich dort keinen einzigen Lichtstrahl scheinen und auch keine Menschenseele gesehen", antwortet Annika. Dann vergessen die beiden das Haus und spielen den ganzen Tag. Nachdem sie zu Abend gegessen haben, gehen sie ins Bett und schlafen beide schnell ein. Plötzlich weckt Annika ein kleines Geräusch. Annika weckt sofort Katharina, die augenblicklich hellwach ist. Sie gehen in den Garten, wo das Geräusch herkommt. Draußen ist es finster und man kann fast gar nichts sehen. Katharina schreit auf. Das dunkle Haus ist grell erleuchtet. Auch Annika schreit, denn sie hat noch nie in ihrem Leben, nicht mal ein winzigen Lichtstrahl in dem Haus gesehen. Tür die Tür geht auf und sie werden ins Haus rein gesogen. Plötzlich stehen sie auf einem Weg statt im Haus, eher gesagt auf einem weißen Kiesweg. Sie gehen den Weg entlang, bis sie vor einem mächtigen Schloss stehen. Über dem Schloss schwebt eine zarte Fee. Sie sagte: „Bitte helft uns. Drachen, Gnome, Trolle und andere böse Wesen wollen unsere Hecke zerstören. Könnt ihr uns helfen, denn nur Menschen können die Königin aus dem Gefängnis der bösen Wesen befreien?“ Die Fee pustet den beiden Freundinnen noch einen Hauch Glück zu, und dann ist sie verschwunden. Katharina und Annika wissen nicht, was sie tun sollen, da hat Annika eine tolle Idee. Sie sagt: „Die Fee hat doch etwas von einem Gefängnis gesagt, in dem die Feenkönigin gefangen gehalten wird. Also müssen wir das Gefängnis suchen“. Sie machen sich auf den Weg. Sie suchen hinterm Schloss, hinter den acht Bergen und in allen Hütten. Sie finden nichts. Da geht der Vollmond auf und mit ihm ein kleiner Stern. Die Mädchen bewundern ihn. Erst jetzt bemerken sie, dass der Stern etwas sagen will. Er sagt:„ Ich werde euch helfen, denn das Gefängnis findet man nur bei Vollmond (wie jetzt) und nur mit Hilfe eines Sternes (wie mir)“. Sie gehen eine Weile. Hinter den acht Bergen entdecken sie einen riesigen Steinbrocken. In ihm ging eine Tür auf, da sagt Annika: „Der Stern kann bestimmt nicht mitkommen. Darum müssen wir alleine gehen.“ Sie treten in den geheimnisvollen Steinbrocken ein. Sie gehen dunkle Wege hinunter. An den Steinwänden hängen Fackeln, sonst kam von nirgendwoher Licht. Am Ende des Ganges ist ein Labyrinth. Annika sagt: „Ich habe mal gelesen, dass man in einem Labyrinth immer nach rechts gehen muss“. Also gehen sie immer nach rechts. Als sie am Ende des Labyrinths angekommen sind, steht dort ein goldener Käfig. In ihm ist die Feenkönigin gefangen. Erst nach kurzer Zeit bemerkt sie die beiden Mädchen. Sie fragt: „Könnt ihr mich befreien?“ „Natürlich“ sagten die beiden im Chor. „Hier nehmt die Ketten“ rief die Königin. „Was sollen wir damit?“, wollen die Mädchen wissen. „Wir müssen die Ketten zusammen halten, dann kommen wir zurück ins Feenland. Ich habe vorhergesehen, dass mich jemand retten wird. Deswegen habe ich mir die Ketten hergezaubert.“ Sie halten alle Ketten zusammen. Nach kurzer Zeit sind sie tatsächlich wieder im Feenland. Katharina und Annika werden als Heldinnen gefeiert und die Königin freudig empfangen. Nun müssen die Freundinnen nach Hause. Sie verabschieden sich und versprechen wieder zu kommen. Als sie wieder zu Hause sind, fallen sie müde ins Bett. Am Himmel leuchtet der Stern. Sie haben zuvor bemerkt, dass die Zeit gar nicht vergangen ist. Aber das klären sie das nächste Mal.

ENDE

Autorinnen der Geschichte sind Layla und Valentina

Ein Bild zu der Geschichte...

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